40 Jahre gelebter Naturschutz im Kappentobel
Seit vier Jahrzehnten engagiert sich die Ortsgruppe Süßen des Schwäbischen Albvereins für den Erhalt des wertvollen Feuchtgebietes Kappentobel.
Am Samstag, 10. Oktober 2026, wurde dieses besondere Jubiläum im Rahmen des traditionellen Pflegeeinsatzes mit einem kleinen Festakt gewürdigt.
Was heute selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis jahrzehntelanger ehrenamtlicher Arbeit. Bereits 1984 zeigte eine Biotopkartierung, dass viele Feuchtwiesen ohne regelmäßige Pflege zunehmend an Artenvielfalt verlieren. Zwei Jahre später übernahm die Naturschutzgruppe des Schwäbischen Albvereins entsprechende Pflegeaufgaben. Im Jahr 2000 erwarb der Verein auch ein Grundstück im Kappentobel, auf dem unter anderem seltene Knabenkräuter wachsen.
Wie wichtig diese Arbeit bis heute ist, zeigte sich auch beim diesjährigen Pflegeeinsatz. Zahlreiche Helferinnen und Helfer, darunter erfreulicherweise auch Kinder und Jugendliche, packten tatkräftig mit an. Als kleine Anerkennung erhielten die jungen Naturschützer Geschenke.

Bild: Vier Jahrzehnte Einsatz für die Natur: Beim Jubiläum im Kappentobel packten Jung und Alt gemeinsam an. Neben den Pflegearbeiten standen die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements und der Rückblick auf 40 Jahre Naturschutz im Mittelpunkt.
Beim anschließenden Festakt blickte der Vorsitzende der Ortsgruppe, Bernd Lutz, auf vier Jahrzehnte erfolgreichen Naturschutz zurück. Der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Bühler würdigte in seinem Grußwort das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement und dessen Bedeutung für die Stadt Süßen. Auch die städtische Umweltbeauftragte Stephanie Krause ging auf die Bedeutung der Landschaftspflege ein. Besonders interessant waren die Erinnerungen von Jörg Brühl, der als damaliger Mitinitiator von den Anfängen der Patenschaft berichtete.
Erfreulich ist auch, dass die Zukunft der Pflegearbeiten gesichert scheint: Mit Daniel Ocker wurde ein Nachfolger für den langjährigen Naturschutzwart Rolf Fallier gefunden, der sich über viele Jahre mit großem Einsatz um den Erhalt des Feuchtgebietes verdient gemacht hat.
Bei einem kleinen Vesper und Getränken klang die Veranstaltung mit guten Gesprächen zwischen Verantwortlichen, Helfern und Besuchern aus.
40 Jahre Naturschutz im Kappentobel zeigen eindrucksvoll, was durch ehrenamtlichen Einsatz, Verantwortungsbewusstsein und Ausdauer erreicht werden kann. Allen Beteiligten gebührt dafür großer Dank und Anerkennung, die wir als Mitglieder der FDP/AFW-Fraktion gerne zum Ausdruck bringen. Besonders erfreulich ist, dass auch die junge Generation bereits Verantwortung übernimmt und damit Hoffnung auf eine erfolgreiche Fortsetzung dieser wertvollen Arbeit macht.